Ortlinghaus Progressivsteuerung
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Ansteuerzeiten für hydraulische Pressenkupplungen weiter zu verringern, um wertvolle Zeit für Statusabfragen bei z. B. elektronisch gesteuertem Teiletransfer zu erzielen und zusätzlich durch die deutliche Reduzierung von Notstopp- und Abschaltzeiten die Maschinensicherheit zu erhöhen.
Die neu entwickelte Ortlinghaus Progressivsteuerung reduziert die Gesamt-Bremszeit bei Not-Aus im Vergleich zur Beschaltung mit herkömmlicher Steuerung um bis zu 60%. Wie bei den bewährten MKB-Steuerungen ermöglicht die elektrohydraulische Progressivsteuerung darüber hinaus ein weiches Einfallen von Kupplung und Bremse. Beim Weichbremsen kann die Gesamtbremszeit um bis zu 80% reduziert werden. Die Verkürzung der Ein- und Ausschaltzeiten der Steuerung begründet sich im Wesentlichen in der Reduzierung der Nebenzeiten zum Befüllen und Entleeren des Kolbenraumes und nicht in der Erhöhung der Beschleunigungswerte beim Kuppeln und Bremsen.
Zur Schonung des Pressenantriebes und zur Reduzierung von Schaltgeräuschen ermöglicht die Progressivsteuerung ein auf den jeweiligen Prozess abstimmbares weiches Beschleunigen und Verzögern der Maschinenmassen. Hierzu wird die Kupplung mit einem variablen Druck ein- und die Bremse gegen einen variablen Druck ausgeschaltet. Für Not-Aus steht jederzeit hartes Bremsen zur Verfügung.
Die Progressivsteuerung wird ab Werk auf den jeweiligen Anwendungsfall voreingestellt, so dass bei der Inbetriebnahme lediglich eine Feinjustierung notwendig wird. Das Umschalten auf das volle Kupplungs- bzw. Bremsmoment erfolgt durch ein zeit- oder drehwinkelabhängiges Signal aus der Maschinensteuerung.